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Repair Café I

Was ist QM

Quartiersmanagement im Film!

Quartiersmanagement in Spandau gibt es in der Neustadt, im Falkenhagener Feld und in der Heerstraße? Aber was bedeutet das und wer steckt dahinter? Was ist ein Bürgergremium? Fragen über Fragen.

Quartiersmanagement bewegt Menschen und Stadtteile in Spandau - was alles passieren kann - sehen Sie selbst im Film von Karin Dürr, der 2011 entstanden ist.

Was bedeutet Quartiersmanagement?

Das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf- Die soziale Stadt" ist das Ergebnis der Erfahrungen aus jahrzehntelanger Praxis der Städtebauförderung in Deutschland. Im Jahr 1999 wurde auf die zunehmende Segregation mit dem Programm reagiert. Ein Viertel der beantragten Gebiete liegt in den neuen Bundesländern, die Hälfte betrifft Neubausiedlungen. Gut die Hälfte der Programmgebiete liegt in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern, davon 23% in Städten mit über 500.000 EW, fast ein Drittel aller Gebiete gehört zu Städten mit weniger als 50.000 EW.

Gegenwärtig werden mehr als 474 Programmgebiete in rund 284 deutschen Städten und Gemeinden gefördert.

Zu den Gebietstypen der "Soziale Stadt"-Gebiete zählen auf der einen Seite innerstädtische oder innenstadtnahe Quartiere in benachteiligten Regionen mit nicht modernisierter Bausubstanz und deutlich unterdurchschnittlicher Umweltqualität und anderseits große Wohnsiedlungen aus der Nachkriegszeit.

Auswahlkriterien der QM-Gebiete

Auf der einen  Seite gibt es in den betroffenen Gebieten städtebauliche Probleme: Defizite bestehen bzgl. der Wohnungen und des Wohnumfeldes, Fehlen von Freiflächen und Grünanlagen, Fehlen an Infrastruktureinrichtungen, Leerstand an Gewerbe- und Wohnräumen. Die Wirtschaft stagniert in den Soziale Stadt-Gebieten auf niedrigem Niveau, bis hin zum Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten. Es gibt in QM-Gebieten einen hohen Grad an Abhängigkeit von Transfereinkommen wie Sozialhilfe oder Wohngeld. In diesen Stadtteilen leben meist große Anteile von Menschen mit Migrationshintergrund. Erwerbstätige, Familien und einkommensstarke Haushalte ziehen aus diesen Gebieten fort (Segregationsprozesse) und verringern folglich die Heterogenität der Bevölkerungsstruktur.

Als Konsequenz nimmt die soziale Ungleichheit zu, es gibt Anzeichen von Verwahrlosung und eine zunehmende Gewaltbereitschaft innerhalb des öffentlichen Raums, die Kriminalität steigt an. Das Image dieser Gebiete verschlechtert sich. Die vielfältigen Problemlagen konzentrieren sich in diesen Stadtteilen und führen zu einer insgesamt negativen Entwicklung.

Ziele

  • Aufwertung, Verbesserung oder Stabilisierung der Lebensbedingungen in den benachteiligten Quartieren
  • Schaffung stabiler Sozialstrukturen
  • Verbesserung der Lebenschancen für die Bewohner
  • Bewohneraktivierung: Aktivierung der Bewohnerschaft zur Beteiligung und Mitwirkung am Entwicklungsprozess des Gebietes
  • Stadtteilkoordination: Vernetzen der unterschiedlichen Interessengruppen und lokalen Akteure, Aufbau von Kooperationen zwischen Institutionen, Initiativen, Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften u.a.
  • Projektinitiierung: Hilfestellung bei der Entwicklung von Projekten aus den unterschiedlichsten baulich-räumlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Handlungsfeldern

Aufgaben des Quartiersmanagements

  • Initiierung/Vernetzung und Koordinierung des Prozesses der Quartiersentwicklung
  • Aufgaben: Stadtteilkoordination, Aktivierung und Beteiligung der Bewohner, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung an Planung und Projektentwicklung, Projektinitiierung, Projektsteuerung
  • Mittelakquisition, Finanzplanung und –beratung
  • Berichterstattung/Erfolgskontrolle
  • Vor Ort-Arbeit
  • Umfassende Organisation von Stadtteilentwicklung auf allen beteiligten Steuerungs- und Handlungsebenen
  • Gebietsbeauftragte
  • Vernetzung der involvierten Ämter (Senat, Bezirk) und der lokalen Akteure
  • Entwicklung von Zielen
  • Instrument für eine dauerhafte Entwicklung und Stabilisierung von Quartieren

Finanzierung

Für alle Quartiersmanagements steht seit 1999 eine Finanzierung durch das Bund-Länder-Programm "Die soziale Stadt" zur Verfügung. Darüber hinaus werden Mittel aus dem "Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung" (EFRE) der Europäischen Union (Fördermaßnahmen "Städtische und lokale Infrastrukturen") für die Berliner Quartiersverfahrensgebiete bereitgestellt.

Das Geld wurde vor allem für Projekte zur dauerhaften Aufwertung des Stadtraumes und des Wohnumfeldes eingesetzt, zur sozialen und ethnischen Integration, für die Förderung nachbarschaftlicher Zusammenarbeit und nachbarschaftlicher Verbindungen. Außerdem wurde es dafür verwendet, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die keinen Zugang zum regulären Bildungs- und Arbeitsmarkt finden, Eingliederung in Ausbildungs- und Arbeitsbereiche zu ermöglichen.

Für kurzfristige, kleinere Projekte aus dem Aktionsfonds steht ein jährliches Budget von 10.000 zur Verfügung. In diesen Projekten geht es nicht um die Beseitigung von baulichen Defiziten, sondern Projekte, die das Zusammenleben und die Kommunikation der Bewohner fördern sollen (Ausstellungen, Feste, Pflanzaktionen etc.). Über die Vergabe entscheidet eine Aktionsfondsjury.

Der Quartiersrat hingegen stimmt über die größeren Projekte im QM-Gebiet ab (Projektfonds), die höhere Bewilligungssummen aufweisen und einen komplizierteren, längerfristigen Prozess mit sich bringen.