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Veranstaltungen und Termine

Mittwoch, 22. August 2018  15:00 Uhr

Eulalia-Kiezcafé mit Boule

Samstag, 25. August 2018  10:00 Uhr

Qi-Gong-Yoga für ältere Erwachsene

Samstag, 25. August 2018  11:30 Uhr

Yoga für Jung und Alt

Sonntag, 26. August 2018  14:30 Uhr

Spielmobil im Koeltzepark

Montag, 27. August 2018  17:30 Uhr

Repair Café I

Dienstag, 28. August 2018  17:30 Uhr

Rundgang durch die Neustadt

Mittwoch, 29. August 2018  15:00 Uhr

Eulalia-Kiezcafé mit Boule

Samstag, 01. September 2018  10:00 Uhr

Qi-Gong-Yoga für ältere Erwachsene

Samstag, 01. September 2018  14:30 Uhr

Kletterwand - offenes Angebot

Mittwoch, 05. September 2018  15:00 Uhr

Eulalia-Kiezcafé mit Boule

Samstag, 08. September 2018  10:00 Uhr

Qi-Gong-Yoga für ältere Erwachsene

Mittwoch, 12. September 2018  15:00 Uhr

Eulalia-Kiezcafé mit Boule

Gedenkveranstaltung zum 72. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

Gedenken an Wladimir Gall in der Zitadelle

Am Dienstag, 2. Mai 2017, um 15 Uhr lädt das  Spandauer Bündnis gegen Rechts und VVN­BdA  an der Gedenktafel im Durchgang zur Zitadelle Spandau ein.

Wladimir Gall (* 20.1.1919 Charkow, † 9.9.2011 Moskau), studierte 1936 in Moskau Weltliteratur und Deutsch. Damit war er gut gerüstet für die späteren Aufgaben, die nach dem Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion 1941 und Galls freiwilligem Beitritt zur Roten Armee auf ihn zukamen.

In einem Sondertrupp der Armee hatte er die Aufgabe, diedeutschen Soldaten über den Krieg, den Faschismus und die sowjetische Kriegsgefangenschaft aufzuklären und sie zur Aufgabe zu bringen. Unter Lebensgefahr wandten er und die anderen sich an der Hauptkampflinie direkt an dieWehrmachtsangehörigen. Den Höhepunkt der Gefahr erlebte er am 1. Mai 1945 in Spandau: Hitler hatte sich, nachdem er in den letzten Kriegsmonaten noch über 20.000 Deserteure und Kriegsdienstverweigerer hinrichten ließ, am Vortag das Leben genommen, der Reichstag war besetzt, Spandau nach schweren Kämpfen eingenommen. Die Zitadelle diente als Zuflucht für hunderte Alte, Frauen und Kinder, gehalten von einer Truppe aus Volkssturm, Wehrmacht und uniformierten Wissenschaftlern des „Heeres­Gasschutz­Laboratiums“. Die Rote Armee hatte vor, ein Blutbad zu vermeiden, war aber bisher mit den Angeboten gescheitert. So standen Major Grischin und Hauptmann Gall mit weißer Fahne vor dem Tor. Im Film „Ich
war 19“, Regie Konrad Wolf, sind die dramatischen Abläufe nachvollziehbar festgehalten worden. Nachdem die Offiziere im Inneren der Zitadelle eine Kapitulation ablehnten und damit einen Angriff provozierten, verlangten Major und Hauptmann Einlass und kletterten über eine Strickleiter am Balkon ins Gebäude, das Risiko des Erschossen­Werdens stets im Kopf. Nach heftigem verbalen Ringen folgen drei Stunden der Ungewissheit – bis in letzter Minute die Zitadelle kapitulierte. Die Zivilisten durften nach Hause, die Soldaten kamen in Kriegsgefangenschaft. Dieser Einsatz war nicht nur „filmreif“, sondern in erster Linie lebensgefährlich.
Auch wenn jüngst Historiker unterschiedlicher Couleur unter dem Deckmantel "neuester Geschichtserkenntnisse" versuchen, die Leistung von Wladimir Gall zu schmälern und damit seine Ehrung langfristig zu verhindern, möchten wir betonen, dass Wladimir Gall für all jene steht, die diese unblutige Befreiung der Zitadelle ermöglichten. Mit seinen Aktivitäten auch in den Jahren nach dem Krieg hat er sich dem Inhalt der Völkerverständigung verschrieben. Es war ihm immer wichtig, Gemeinsamkeiten von Ländern, Staaten, Menschen zu betonen und nicht deren Unterschiede.Dem schließen wir uns an und fügen mit Käthe Kollwitz hinzu:"Nie wieder Krieg!"

 

Weitere Informationen:  

Spandauer Bündnis gegen Rechts und VVN­BdA
spandauer­bündnis.de